Eine wichtige neue Studie untersucht, in welcher Art und Weise bestimmte Nahrungsmittel Ihr Fett, während andere Ihren Körper nähren. Wie sich gezeigt hat, werden nicht alle Kalorien auf gleiche Weise erzeugt. Einige sind in der Tat schlechter für Sie, da Sie Ihren Körper dahingehend trainieren, mehr Fett zu speichern, sodass Sie mehr Hunger haben. Jetzt können Sie lernen, wie Sie Ihren Körper nähren, sodass er wohlgenährt und  vital ist.

Im Gesund Abnehmen Club glauben wir nicht an das Zählen von Kalorien. Wenn Sie die richtigen Lebensmittel zu sich nehmen, haben Sie das auch nicht nötig. Hier folgen zwei Beispiele von 1660 Kalorien-Gerichten, die demonstrieren, warum wir Recht haben und daher Nein zum Kalorienzählen sagen:

Hier sind 1660 Kalorien von McDonald’s:

  • Big Mac: 550 Kalorien
  • Mittlere Pommes Frites: 380 Kalorien
  • 500 ml Erdbeer Milchshake: 690 Kalorien

Und hier sind dieselben 1660 Kalorien in 3 Gerichten und 3 Snacks:

Frühstück
  • Selbstgemachtes Brot mit hohem Glutengehalt, etwa 100 g: 150 Kalorien
  • Shropshire Blauschimmelkäse, 30 g: 120 Kalorien (auf getoastetem Brot)
Mittagessen
  • Großer selbstgemachter Hamburger auf einem Kornspitz, mit einer selbstgemachten würzigen Tomatensauce mit viel Zwiebeln und Petersilie, ungefähr 500 Kalorien
  • Eingelegte Rote Beete, etwa eine Tasse: 105 Kalorien
  • Gelbe Paprikaschote, etwa eine Tasse: 20 Kalorien
  • Süßkartoffel, Karotten und Butternuss Kürbis, auch etwa ein Tasse, in einer dünnen Ingwersoße: 90 Kalorien
  • 10 Syrische grüne Oliven, 45 Kalorien
Vormittags- und Nachmittags-Snacks
  • 50 Pistazien, etwa 160 Kalorien, auf folgende Zutaten aufgeteilt:
  • 1 Nektarine, 60 Kalorien
  • 1 Granny Smith Apfel, 80 Kalorien
Abendessen
  • Würzige Marokkanische Linsensuppe, 1 Schüssel, etwa 250 Kalorien
Abend-Snack, als Dessert nach der Suppe
  • Ein kleines Stück Mohnkuchen mit Schokoladenglasur, 80 Kalorien

Nun wissen Sie bereits, welche Wahl die gesündere für Sie ist. Aber was wird Sie länger sättigen? Es ist das ganze Menü aufgeteilt in drei Gerichte und Snacks – auch wenn Sie dieselbe Menge an Kalorien in nur einer Portion von McDonald’s bekommen.

Das hat zwei vorrangige Gründe:

  1. Die Kohlenhydrate in den Pommes von McDonald’s, sowie in Burger und Shake sind nicht dieselben wie in Rote Beete oder Süßkartoffeln. Bei dem Menü von McDonald’s handelt es sich um einfache, veredelte Kohlenhydrate (welche der Körper unmittelbar in Zucker umwandelt).
  2. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass nicht mehr als 5% unserer täglichen Energiezufuhr – etwa 100 Kalorien, oder 25 Gramm, kombiniert mit 4 Gramm Zucker – von Zucker stammen. In einem einzigen Shake befinden sich jedoch 400 Zucker Kalorien.

Fazit: Nur weil etwas mehr Kalorien hat, heißt das nicht, dass es sättigender ist!

Nähren Sie Ihren Körper oder Ihr Fett?

Wir sind alle individuell und nehmen auf unterschiedliche Weise ab, ebenso wie wir zunehmen. Dabei kommt es auf alle Komponenten an – unser Alter, unser Geschlecht, unsere sportliche Betätigung, ob wir Kinder haben und unsere genetische Herkunft. Für alle von uns ist „Kalorien rein vs. Kalorien raus“ eine fundamentale Gleichung. Es ist nur logisch, dass wir an Gewicht zunehmen, wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als wir verbrennen. Wie viel wir zunehmen, an welchen Körperstellen wir zulegen und wie schnell dies geschieht hängt von den individuellen Variablen ab – und noch etwas, dass wir gerade erst erkennen…

Nicht alle Kalorien werden auf gleiche Weise erzeugt.

Dies ist so wichtig, dass wir es nochmal hervorheben wollen:

Nicht alle Kalorien werden auf gleiche Weise erzeugt.

Was Ihr Körper mit einer Kalorie anstellt, kommt auf die Kalorie an – einschließlich, wie schnell sie in Glukose, die bevorzugte Energiequelle des Körpers, umgewandelt werden kann.

Unser Haupt-Fettspeicher Hormon ist Insulin. Wenn wir zu viel Insulin produzieren, alles andere ist gleich, häufen wir mehr Fett an, als jemand, der weniger Insulin produziert – oder jemand, der zu wenig Insulin erzeugt.

Von allen Nahrungsmitteln, die wir zu uns nehmen können, regen Zucker und veredelte Kohlenhydrate, die einfach in Glukose umgewandelt werden können, am meisten die Insulinproduktion an. Dies liegt daran, dass ein hoher Blutzuckerspiegel sehr gefährlich für Ihren Körper ist; ab einem bestimmten Level ist es sogar vergiftend. Sobald eine bestimmte Menge an Blutzucker in fertige Energie in Ihren Muskeln oder Ihrer Leber gespeichert ist, legt Ihr Körper den Rest als Fett an. Dieses ist sowohl Energiereserve als auch Eigenproduktion.

Nun weist ein Artikel, der in JAMA, dem Journal of the American Medical Association, veröffentlicht wurde, darauf hin, dass, je mehr Fett wir mit uns herumtragen, desto mehr Kalorien speichert unser Körper, in unserem Fett als Fett, besonders Glukose basierende Kalorien. Da diese Kalorien von unserem Stoffwechsel ausgeschlossen sind, wir diese also auch nicht als Treibstoff verwenden können, passieren 2 Dinge. Unser Stoffwechsel wird langsamer und unser Gehirn sagt uns, dass wir mehr essen sollen. In anderen Worten, all diese kalorienreichen Nahrungsmittel (besonders Zucker und raffinierte Kohlenhydrate) provozieren eine Veränderung in unserem Stoffwechsel, der fett und hungrig macht.

Wir sind biologisch darauf programmiert, auf Essensreize so viel wie wir können, zu essen, besonders wenn das Essen sehr reich an Zucker, Fett und Salz ist. (Unsere Vorfahren, die sich nicht bei jeder Gelegenheit mit diesen Sachen vollgestopft haben, haben in der Regel nicht überlebt.) Und modern verarbeitete Nahrungsmittel sind mit Zucker, Fett und Salz optimiert und werden uns durch die Werbung mit allen Mittel auf dem Präsentierteller vorgeführt – sodass es fast unmöglich ist, sich nicht darauf zu stürzen.

Fazit: Es ist möglich, dass Sie Hunger haben, weil Ihr Körper Kalorien als Fett speichert, um Sie so vor einem hohen Blutzuckerspiegel zu schützen.

 Also wie kriege ich dieses ganze Fett wieder runter?

Hören Sie auf, Zucker und raffinierte Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, die Ihr Körper ganz einfach in Glukose umwandelt. Es ist klar, dass Sie praktisch Sherlock Homes sein müssen, um all die Zutaten herauszufiltern. Hersteller von heute sind sich im Klaren darüber, dass wir das Zeug nicht kaufen würden, wenn sie uns verraten würden, wie viel Zucker die Nahrungsmittel enthalten. Jedes Nahrungsmittel, ganz gleich ob mit „fettreich“ oder „fettarm“ etikettiert, beinhaltet Tonnen von Zucker – um es haltbar zu machen. Wenn Sie gerne Zucker essen – besonders Zusatz- oder konzentrierten Zucker, in der Form von Säften – wird ein Verzicht darauf akute Entzugserscheinungen und Heißhungerattacken auslösen. Zucker macht an sich abhängig und entzündet dieselben Rezeptoren in Ihrem Gehirn wie Kokain oder Heroin. Auch wenn die Frage, ob wir uns für Oreos oder Kokain entscheiden, keine Frage ist, die im Labor beantwortet werden kann, so ist doch eines klar. Zucker ist am besten bekannt als „geheime“ Zutat, die von Herstellern genutzt wird, damit wir uns überfressen – auch wenn wir ganz genau wissen, dass wir das nicht sollten und wir das eigentlich nicht wollen!

Aber, sobald Sie den Zucker reduzieren, purzeln die Pfund mit Leichtigkeit – ohne das Zählen von Kalorien. Hier ist, warum:

Proteine und Volumen sättigen Sie. Die meisten von uns sind es gewohnt, eine bestimmte Menge zu essen, die auf Fetten und raffinierten Kohlenhydraten basiert, damit wir uns satt fühlen. Fett hat mehr als das Doppelte an Kalorien je Gramm (9 pro Gramm) im Vergleich zu Kohlenhydraten und Proteinen (4cal/g). Protein ist eine stabilere Energiequelle als Kohlenhydrate, daher braucht Ihr Körper länger, um ein Hungergefühl zu entwickeln. Auch wenn jeder unterschiedliche Geschmäcker hat, so sollte Ihr Essverhalten jedoch auf Gemüse, Körnern, Obst, mageren Proteinen, mit ein paar Fetten, um Sie zu sättigen, basieren. Wenn Sie sich daran halten, wird es schwer sein, über die Bedarf Ihres Körpers hinaus zu essen. Ja, Sie werden wahrscheinlich die Größe Ihrer Portionen reduzieren müssen (vielleicht müssen Sie das auch nicht), besonders, wenn Sie es mit Fett zu tun haben. Aber Sie müssen keine Kalorien zählen. Sie sollten verstehen, wie sich das Essen auf Ihren Körper auswirkt. Der Trim Down Club wird Ihnen dabei helfen und Ihnen die praktische Sprache der Esskultur beibringen. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Wenn Sie zu einer hochwertigen Diät wechseln, kann Ihr Körper diese Kalorien verwenden, um Sie anzutreiben: Ihre Muskeln, Ihr Gehirn, das Fett, das Ihr Körper eigentlich braucht. Sie zwingen Ihren Körper nicht dazu, Kalorien als Fett zu speichern, um Sie vor einem hohen Blutzucker zu schützen.

Fazit: Essen Sie, um Ihren Körper anzutreiben, NICHT Ihr Fett

Wie zuverlässig ist die Wissenschaft?

Der JAMA baut auf früheren Studien auf, manche davon sind älter als ein Jahrhundert. Diese Untersuchungen beinhalten eine neue Studie, die herausgefunden hat, dass Menschen auf einer Kohlenhydrat-armen Diät aktiver sind als auf einer fettarmen Diät, mit derselben Anzahl von Kalorien: kurz gesagt, auch wenn die Kohlenhydrats-arme Diät mit weniger Kalorien auskommt, so weiß der Körper diese besser einzusetzen. Eine andere Studie hat herausgefunden, dass Ratten, welchen Essen mit viel raffinierten Kohlenhydraten vorgesetzt wurden, fettleibiger wurden als jene, die sich von komplexen Kohlenhydraten (welche länger verdaut werden) und dafür mehr Kalorien ernährt haben.

Und doch hat die Nahrungsmittelindustrie viele Mittel zur Verfügung, um uns weiszumachen, dass alle Kalorien gleichwertig sind. Sie werden alles für Ihren Profit tun, einschließlich des Kampfes gegen die Idee, dass unser Körper manche Arten von Kalorien besser verarbeiten kann als andere. Raffinierte Kohlenhydrate, welche in der Ernährungsgeschichte sehr selten vorkamen, aber nun einen großen Anteil unserer Ernährung einnehmen, stehen höchstwahrscheinlich ganz unten auf der Liste.

Wenn es Ihnen möglich ist und verträglich für Ihren Stoffwechsel ist, experimentieren Sie doch für ein oder zwei Wochen. Beobachten Sie, wie es Ihnen geht, wenn Sie Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an raffinierten Kohlenhydraten essen, im Gegensatz zu Nahrungsmitteln, die weniger enthalten. Überwachen Sie die Veränderungen in Ihrem Körper. Ein Käsetoast wird Sie sicherlich den Vormittag fit halten, während Sie durch dasselbe Brot mit Butter und Marmelade, voller Zucker, höchstwahrscheinlich nach 2 Stunden schon wieder Hunger haben.

Der Trim Down Club Speiseplaner macht es Ihnen einfacher. So können Sie individuelle Gerichte zusammenstellen, mit Nahrungsmitteln, die Sie mögen und die gleichzeitig Ihrem Körper gut tun. Unsere Rezepte richten sich nach einem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel, sodass Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen können, ohne Hunger zu verspüren.

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Kommentar 3

  1. Profilbild von NatalieR.

    Ihr habt da eine Kategorie “Superfood” aber es steht nichts da was das genau ist und um welche Lebensmittel es sich handelt. Ich würde mir eine Liste davon wünschen und vielleicht auch ein paar Tipps oder Rezepte was man mit diesen sogenanten Superfood machen kann .

  2. Profilbild von pittel

    Das Prinzip habe ich verstanden. Aber dazu reicht in der Regel auch der gesunde Menscheverstand. Je originärer die Lebensmittel sind, desto weiger kämpfen wir mit Kohlenhydraten oder Fetten. Also fängt die Arbeit mit dem Einkaufen an. VG TH

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