Obwohl es da draußen eine Menge Studien aus den letzten Jahrzehnten gibt, welche die Vorzüge von Kaffee hervorgehoben haben, so hängt dem Getränk noch immer sein ungesunder Ruf nach – aber warum? Was genau bringt die Leute dazu, Kaffee mehr als schädliches Gebräu anstatt als vorteilhaftes Getränk anzusehen?


So wie viele Themen, die sich um Gesundheit und Ernährung drehen, so scheint es auch eine Menge missverständliche Informationen hinsichtlich Kaffee und Gesundheit zu geben, zumindest oberflächlich betrachtet. Am Anfang der Studien wurde Kaffee noch als Tabu verstanden – ein Lieferant von schlechter Gesundheit und etwas, das nur allzu selten konsumiert wurde, wenn nicht gänzlich vermieden.

Es ist schwierig, einen schlechten Ruf loszuwerden

Kaffee hat einen schlechten Ruf und wird diesen auch weiter beibehalten. Kaffee wird nachgesagt, das Risiko für Herzerkrankungen und Bluthochdruck zu erhöhen und wird mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie Dehydration in Verbindung gebracht. Des Weiteren soll das Getränk den Knochen Calcium entziehen und Osteoporose verursachen. Die Frage ist, ob denn irgendeine dieser Behauptungen von den meisten der Studien unterstützt werden. Gut, frühe Studien haben viele dieser Thesen unterstützt. Jedoch liegen diese Studien Jahrzehnte zurück und waren nicht immer von bestem Kaliber. Forschungen aus den heutigen Tagen jedoch scheinen dahingehend zuverlässiger zu sein.

Kaffee und hoher Blutdruck

Der Blutdruck mag ein wenig ansteigen, nachdem man eine Tasse Kaffee zu sich genommen hat, aber ebenso wird sich dieser innerhalb weniger Stunden wieder regulieren. Jede Reaktion des Blutdrucks wird weniger wahrgenommen, wenn sich der Körper dem Koffein im Kaffee anpasst, wenn dieser regelmäßig konsumiert wird. Die Menge an Koffein befindet sich in dem allgemeinen Gesundheits-Leitfaden (siehe unten).

Es wichtig, anzumerken, dass sich eine vorübergehende Erhöhung des Blutdrucks aufgrund von Kaffee nicht vergleichen lässt mit klinischem hohen Blutdruck oder Bluthochdruck. Mehr als die Erhöhung des Blutdrucks durch Sport ist schädlich auf längere Sicht gesehen; das ist aber nicht das Gleiche.

Die Frage ist, inwiefern ein gemäßigter Kaffeekonsum auf längere Sicht zu anhaltendem hohen Blutdruck führt und gesundheitliche Probleme verursachen kann. Die Menge der Nachweis zeigt, dass das auf die Mehrheit der Bevölkerung nicht zutrifft. Allerdings ist es für all jene ratsam, den Konsum von Kaffee und Koffein einzuschränken, die an Bluthochdruck leiden oder zu einer Entwicklung dahin tendieren. Es ist auch eine Möglichkeit, koffeinfreien Kaffee zu trinken, welcher durch Entkoffeinierung gewonnen wird.

Kaffee und Hydration

Ein weiteres Missverständnis herrscht in Bezug von Kaffee und Hydration. Fast jeder, wenn nicht sogar jeder, der Kaffee trinkt, ist bereits damit konfrontiert worden. Manche gehen sogar soweit, dass sie ein extra Glas Wasser trinken für jede konsumierte Tasse Kaffee oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk.

Mit einem Wort: falsch. Es stimmt, dass sich die Urinproduktion nach der Kaffeekonsum steigern kann, aber das bedeutet nicht gleich, dass dies zu Dehydration führt. Auch wenn man über den Tag verteilt mehrere Tassen Kaffee zu sich nimmt, so kompensieren die Nieren dies, indem sie zu einem später Zeitpunkt weniger Wasser ausscheiden. Kaffee kann die Funktion der Nieren, den Wasserhaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten, nicht beeinflussen.

Kaffee und Diabetes

Mehr als 15 veröffentlichte Studien haben ergeben, dass ein gewohnheitsmäßiger Kaffeekonsum das Risiko für Typ 2 Diabetes senkt. Der genaue Grund dafür ist nicht bekannt: es mag daran liegen, dass die Antioxidantien die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vor Schädigungen schützen. Oder aber das geringere Risiko von Diabetes liegt an einem der hundert anderen Komponenten, die sich in Kaffee finden, so wie Chlorogensäure. Chlorogensäure, wie bewiesen, unterstützt den Körper dabei, den Blutspiegel von Glukose (Blutzucker) zu reduzieren. Möglicherweise durch eine Verbesserung der Insulinsensivität, welche hilfreich dabei ist, das Blut von Glukose effektiver zu reinigen.

Kaffee und Antioxidantien

Kaffee ist ein sehr komplexes Getränk. Es ist bekannt für sein Koffein, aber besteht zugleich aus vielen anderen Stoffen, die Antioxidantien enthalten, so wie Phenol, was sich auch im Wein, Grünen Tee, Äpfeln oder Schokolade finden lässt. “Antioxidantien” ist ein Modewort für Stoffe, die unsere Zellen und unser Gewebe vor den Schädigungen der Oxidantien schützen, die auch bekannt sind unter der Bezeichnung “freie Radikale”.

Die Produktion von Oxidantien ist ein Teil des Lebens. Diese chemischen Stoffe werden als ein Teil unseres Stoffwechsels produziert, wenn wir Sauerstoff einatmen und Essen zur Energiegewinnung verdauen. Sie werden sogar von unserem Immunsystem genutzt, um Infektionen abzuwehren. Diese Stoffe können auch von Schadstoffen wie Smog, Rauch, Alkohol, Sonnenlicht und ungesundem Essen produziert werden.

Oxidation wird am besten dargestellt in dem Beispiel eines Apfels oder einer Avocado, die sich braun verfärbt, wenn Sie der Luft ausgesetzt ist. Antioxidantien tun für den Körper das, was eine Zitrone tut, um der Verfärbung von Obst vorzubeugen.

Die gesundheitlichen Vorzüge von Kaffee sind zum größten Teil seinem hohen Gehalt an Antioxidantien zu verdanken. Dies mag auch erklären, weshalb regelmäßiger Konsum von Kaffee vorbeugend sein kann gegen Leberkrebs, Zirrhose, Parkinson und Alzheimer, sowie einem Schlaganfall und Herzerkrankungen.

Sollten wir Kaffee unserer Gesundheit zuliebe trinken?

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke. Während es über Jahre hinweg unberechtigterweise schlecht gemacht wurde, zeigen kürzliche Studien, dass es nicht als schädliches Gebräu, sondern als ein Genussgetränk angesehen werden sollte. Und wie mit allen Dingen, so sollte es genossen werden, wenn nicht respektiert, mit einer inneren Ruhe und einem guten Gewissen.

Wenn es um den Konsum von Koffein geht, ist es am besten, sich an gesundheitliche Leitfäden zu halten. Genaue Empfehlungen sind von Land zu Land unterschiedlich, aber allgemein gesagt:

  • Für Erwachsene liegt die Obergrenze bei 400 bis 450 mg am Tag oder ungefähr die Menge, die 3-4 Tassen (je 177 ml) ausmachen.
  • Schwangere und stillende Frauen müssen nicht komplett auf Koffein verzichten. Bis zu 300 mg am Tag werden als unbedenklich angesehen.
  • Für Kinder im Alter von 4-6 Jahren beträgt die Höchstmenge 45 mg pro Tag, 53 mg pro Tag für Kinder im Alter von 7- 9 Jahren, und 85 mg für Kinder von 10-12 Jahren.(Aber ernsthaft, haben Sie Lust auf ein aufgedrehtes Kind, das auf Koffein ist?)

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Kommentar 4

  1. Profilbild von VeroSun

    Hab letzte Woche mit dem Programm begonnen, schaffe die angegebene Menge nicht, esse viel weniger….. Und Portionen, welche Größe/Menge hat eine Portion? Sind 3 Tassen Kaffee am Tag erlaubt, trinke sonst nur Wasser?

    • Profilbild von Gesund Abnehmen Club

      Hallo VeroSun,
      wenn du das Gefühl hast, dass die Nahrungsmenge in deinem persönlichen Menü-Planer zu groß ist, liegt das daran, dass die meisten Abnehm-Diäten dich weniger Nahrung aufnehmen lassen, als dein Körper benötigt. Die Folge ist, dass du hungrig bleibst und nach einer Abnehmphase dein Gewicht wieder in die Höhe schnellt.
      Unser Programm propagiert einen Lebensstil, der auf gesundem Essen basiert, hat also einen grundverschiedenen Ansatz. Lass dir in der Umgewöhnungsphase Zeit, wenn es nötig ist, aber versuche, die Lebensmittelmenge nicht zu sehr zu reduzieren. Andernfalls riskierst du, verlorene Pfunde wieder anzusetzen.
      Die Portionen in den Rezepten dienen der Einteilung in Einheiten, welche wiederum im Menü-Planer verwendet werden können. Du findest die Angabe zur Portionsgröße jeweils unterhalb der Anweisungen eines Rezeptes.
      Kaffee gehört – wenn er ohne Milch und Zucker getrunken wird – zu den freien Getränken, die du nicht portionieren musst: http://www.gesundabnehmenclub.com/free-drinks

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