Sie haben sich dazu entschlossen, abzunehmen und sich gesünder zu ernähren? Toll! Aber was bedeutet das für den Rest der Familie?

A diet is a matter for the whole family

Dem amerikanischen Zentrum für Krankheitskontrolle zufolge leiden 69 % der Amerikaner mit 20 Jahren oder älter an Übergewicht oder Fettleibigkeit. Bei den Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 – 19 Jahren sind es 18,4 %; 18,0 % der Kinder im Alter von 6-11 Jahren sind fettleibig; und 12,1 % der Kleinkinder von 2-5 Jahren ebenso.

Adipositas erhöht das Risiko von Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes und – vor allem bei Heranwachsenden – Gelenkschädigungen. Kein Körper ist dafür vorgesehen, so viel überflüssiges Gewicht zu tragen, vor allem nicht der eines Kindes. Wir wollen das weder für uns, noch für unsere Kinder. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass es harte Arbeit ist, seine Liebsten dazu zu bringen, die Entscheidung, sich besser zu ernähren, zu unterstützen. Kinder werden heutzutage mit Werbung überschwemmt, die sie mit Zucker, fetthaltigen und konservierten Nahrungsmittel verführen. Dementsprechend ist der Wechsel zu einem gesünderen Lebenswandel mit Familie eine weit größere Herausforderung als der eines Singles.

Hier sind 10 Möglichkeiten, wie Sie Ihre Familie mit ins Boot holen können und eine gesündere und frischere Ernährung einführen.

  1. Seien Sie standhaft. Sollte Ihre Familie gegen das neue “Regime” protestieren, können Sie Ihnen zwei Gerichte, die Sie auf dem Plan zu stehen haben, anbieten. Oder Sie sagen ganz einfach: “Gut, ihr wollt das nicht essen, aber ich werde nichts anderes machen”. Kinder halten nicht lange ihrem Hunger stand. Wenn Sie durchhalten, werden in paar Wochen Nüsse und Früchte als normale Snacks anstelle von Chips und Süßigkeiten angenommen.
  2. Holen Sie sich Verbündete. Im Ernst. Die meisten von uns machen sich Gedanken über ihr Äußeres sowie ihr Wohlbefinden. Wir interessieren uns für eine gesunde Lebensweise. Wenn Sie und der Andere oder auch Ihre Kinder sich gegenseitig unterstützen, wird es sehr einfach, was auf den ersten Blick schwierig erschien. Gemeinsam mit seinen Zuckergelüsten umzugehen kann genauso einfach sein, wie ein Stück Käsekuchen miteinander zu teilen.
  3. Seien Sie ein gutes Vorbild. Wollen Sie, dass Ihre Kinder sich gesund ernähren, müssen Sie es ihnen selbstverständlich gleichtun. Das bedeutet zugleich aber auch eine Veränderung der Einstellung. Setzen Sie zwei Leuten das gleiche leckere Gericht vor – z.B. gerösteter Stangenspargel unter einem gegrillten Hähnchen, beträufelt mit ein bisschen Olivenöl, vielleicht ein bisschen Zitronensaft – und sagen Sie der einen Person, es sei lecker, der anderen es sei gesund – was denken Sie, wer das Essen mehr genießen wird? Genau. Auch wenn sie es sich nie gedacht hätten, dass “lecker” und “Spargel” zusammenpassen.
  4. Gemüse ist Ihr Freund, also kochen Sie es nicht bis auf Äußerste. Konservierter Spinat wird auch den größten Abenteurer davon überzeugen, dass Spinat grüner Schleim ist. Blanchieren Sie frischen Spinat in kochendem Wasser ein paar Sekunden und er wird ansehnlicher sein und besser schmecken. Sie können ihn auch roh in einem Salat oder auf einem Sandwich anrichten. Das gleiche gilt auch für Rosenkohl, der unberechtigterweise einen schlechten Ruf genießt. Auch können Sie die Hintertür nehmen und das Gemüse in Tomatensauce, Lasagne oder anderen kinderfreundlichen Gerichten verstecken.
  5. Wenn es nicht bei Ihnen zu Hause ist, können Sie es nicht essen. Es ist ganz einfach: Je schwieriger es für Sie ist, ein Bedürfnis zu befriedigen, desto länger werden sie grübeln, ob Sie wirklich Lust darauf haben. Gehen Sie sicher, dass Ihre Vorräte aus den richtigen Nahrungsmitteln bestehen.
  6. Konzentrieren Sie sich auf das Essen, nicht auf Kalorien. Kinder sind so lebendig und wachsen so rasant, dass es schwierig für sie ist, durch zu viel gesundes Essen übergewichtig zu werden. Geben Sie Ihren Kindern viel Obst, Gemüse, 100 % Vollkorn Produkte, Fleisch, Huhn, Fisch, Milcherzeugnisse und alternative Proteinquellen wie Salate. Dann werden die Kalorien schon für sich selbst sorgen. Legen Sie besonders viel Wert auf das Frühstück, damit Ihre Kinder genug Energie für den Schultag bekommen.
  7. Gönnen Sie sich jeden Tag etwas Süßes! Süßigkeiten sind sehr zucker- und/oder fetthaltige Nahrungsmittel, die nicht sehr nahrhaft sind, aber dafür ein purer Genuss. So nähren Sie Ihre Seele mit einem Leckerbissen in einer vernünftigen Menge, und das jeden Tag. Auf diese Weise müssen Sie nichts entbehren – und es reduziert die Wahrscheinlichkeit von Heißhungerattacken. (Heißhunger kommt nicht allzu selten von Entbehrungen und Grenzen). Ein kleiner Hinweis: Setzen Sie Süßigkeiten nicht als Belohnung ein und behalten diese nicht aus Bestrafung ein: denn dies macht die Leckerbissen noch weit verlockender, vor allem für Kinder. Aber wenn ein Glas Kakao (anstatt Milch) Ihre Kinder dazu bringt, den restlichen Tag über nur Obst und Gemüse zu essen – freuen Sie sich!
  8. Reduzieren Sie die Zeit vor den Bildschirmen: Fernsehen, Computer und nun auch Tablets und Smartphones nehmen einen großen Teil des modernen Lebens ein. Viele Kinder verbringen stellenweise bis zu 4 Stunden täglich vor einem Bildschirm; Kinder, die einen eigenen Fernseher im Zimmer haben, tendieren mehr dazu, fettleibig zu werden als all jene, die ohne Flimmerkiste auskommen. Die Entfernung von Fernseher, Computer und Videokonsolen aus den Schlafzimmern verschafft Ihnen mehr Zeit für andere Betätigungen, so wie körperliche Aktivitäten und Zeit mit der Familie – und zudem schlafen Sie besser.
  9. Versuchen Sie, eine Stunde am Tag aktiv zu werden. Das kann in der Form von körperlicher Fitness, einem Ballspiel, einer Fahrradtour oder einfach nur Spaziergängen oder Gartenarbeit sein. Ihre Kinder sollten dies nach der Schule tun: So können sie sich eine Auszeit vom Lernen nehmen und sich besser auf die Hausaufgaben im Anschluss konzentrieren. Wenn möglich, machen Sie daraus eine Stunde Spaß für die ganze Familie.
  10. Wenn das alles nicht klappt, kann das schlechte Gewissen noch eine gewinnbringende Taktik sein. Machen Sie Ihren Liebsten klar, dass es Sie verletzt, wenn sie Ihre Gesundheitsziele sabotieren. Wenn Ihre Familie Sie wirklich liebt, werden sie Sie dabei unterstützen, Ihre Ziel zu erreichen.

Dies sind keine “Regeln” nur für Kinder, für fettleibige oder übergewichtige Menschen. Sie stellen einfach einen guten, angenehmen Lebensstil dar. Gehen Sie einen Schritt nach dem anderen. Es ist einfacher, immer nur mit einer schlechten Gewohnheit auf einmal zu brechen (und diese mit einer guten Gewohnheit, die Ihnen Freude bereitet, zu ersetzen). Dann können Sie versuchen, sich über Nacht in einen super-gesunden Lebensstil zu stürzen.

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